Jedes Jahr sind sie wieder da – Zecken!

Und jedes Jahr die Frage – wie kann ich meinen Hund schützen, auch ohne Spot-ons?

In den 80ern konnte man noch unbeschwert auf einer mit hohem Gras bedeckten Wiese picknicken, heute muss man sich danach erstmal absuchen.

ZECKEN 🕷 zählen biologisch gesehen zur Klasse der Spinnentiere, und zwar zu der Gruppe der Milben.

Die Zecke hat sich hervorragend an ihre Umwelt angepasst. Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke, lt. Untersuchungen, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung auskommen. In freier Natur lebt der Gemeine Holzbock im Durchschnitt 3-5 Jahre. Die Parasiten können also sehr lange ohne Wirt leben. Ansonsten leben männliche Zecken bis nach der Begattung, Weibchen sterben nach der Eiablage.

Zum Auffinden ihres Nahrungsopfers nutzen Zecken ihr Haller‘sches-Organ. Damit können sie Stoffe wie Ammoniak, Kohlendioxid, Milchsäure und vor allem Buttersäure erkennen, die durch Atem und Schweiß abgegeben werden.

Laut Robert-Koch-Institut sind 5-35% der Zecken mit Borrelien infiziert. Borrelien befinden sich im Darm der Zecken und werden in der Regel erst nach längerem Saugen (ca. 12 Stunden) übertragen. Entfernt man die Zecke in den ersten Stunden, ist das Übertragungsrisiko sehr gering.

Anders als bei FSME – die Frühsommer-Meningoenzephalitis befindet sich im Speichel der Zecken und kann sofort übertragen werden. Allerdings tragen nur ca. 1-4% der Holzbock-Zecken diesen Erreger in sich.

Zecken krabbeln oft bis zu mehrere Stunden am Körper umher, bis sie eine passende Einstichstelle gefunden haben. Je länger die Zecke Blut saugt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Krankheitserreger übertragen werden. Die Erreger der Borreliose werden beispielsweise nach ca. 16-24 h übertragen, die Erreger der Babesiose und der Anaplasmose nach mehr als 24 h. FSME-Viren können jedoch direkt nach dem Einstich von der Zecke auf den Hund übergehen. Ein Borreliose-Test Deines Hundes verläuft übrigens aller Wahrscheinlichkeit nach positiv – etwa 95 % der Hunde haben Antikörper gegen Borrelien. Die meisten infizierten Hunde entwickeln glücklicherweise nie klinische Symptome.

Was also tun?

Die einen schwören auf Zeckenhalsbänder und/oder Spot-ons / Tabletten. Diese enthalten ein Nervengift, welches sich nach innerhalb von 1-2 Tagen auf der gesamten Hautoberfläche verteilt und ggf. in den Organismus eindringt. Einige Mittel betäuben die Zecken bereits auf dem Fell des Hundes, andere wirken erst nach dem Zeckenstich und durch den Saugvorgang. Die eingesetzten Pestizide wurden teilweise von der WHO als gesundheitsschädlich und krebserregend eingestuft. Bei Hunden wurde außerdem von neurologischen Störungen, Epilepsie, Krampfanfällen und auch Todesfällen berichtet. Vor dem Kauf sollte man sich auf jeden Fall den Beipackzettel anschauen.

Zudem sollte man sich dann nach jedem Streicheln die Hände waschen, um die Wirkstoffe nicht versehentlich selber aufzunehmen.

Warum werden einige Hunde viel häufiger „befallen“ als andere?

Dies ist leider noch nicht erforscht. Interessant wäre, inwieweit die Ernährung Einfluss auf die „Attraktivität“ als Wirt für die Zecke hat. Einige haben gute Erfahrungen mit Kokosflocken, Knoblauch, Schwarzkümmelöl, Thymian oder Apfelessig gegen diese Parasiten gemacht.

Es ist, wie mit so vielen Sachen: eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht – egal, ob Du Zeckenpräparate nutzt oder nicht.

Unser „Rezept“ ist nach JEDEM „Außenaufenthalt“ absuchen, absuchen und nochmal absuchen. Dazu gibt es täglich das Zeckenspray. 😉🧐🙏

Die auf dieser Seite aufgeführten Informationen und Angaben wurden ausführlich recherchiert und sorgfältig zusammengestellt. Eine Garantie kann jedoch nicht gegeben werden. Sie sind nicht auf die individuellen Umstände Deines Hundes abgestimmt und es kann unter Umständen zu Unverträglichkeiten kommen. Im Zweifelsfall solltest Du Dir tierärztlichen Rat und Unterstützung holen. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Eine Haftung für entstehende Nachteile oder Schäden ist ausgeschlossen.

 

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